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Einkehrtag für unsere Auszubildenden

„In wenigen Minuten erreichen wir Iphofen. Der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung rechts“, klang es blechern aus den Lautsprechern des Regionalexpresses. Voller Tatendrang schulterten wir unsere Rucksäcke, gingen in Richtung der Zugtüren und standen wenige Minuten später auf dem leicht zugigen Bahnhof des kleinen Städtchens im Steigerwald. Noch schnell einen kurzen Blick in die Wanderkarte geworfen und der gemeinsame Einkehrtag konnte beginnen. „Einkehrtag? Wanderkarte? Wie passt das zusammen?“, wird sich vielleicht der ein oder andere von Ihnen fragen. Im letzten Jahr kam bei uns die Auszubildenden die Idee auf, einen Einkehrtag pro Studienjahr mal anders zu gestalten. Halt als Wandereinkehrtag. Und da der erste Wandereinkehrtag ein voller Erfolg war, beschlossen wir, diese Form auch für  unseren diesjährigen Einkehrtag in der Karwoche zu wählen. Nur ging es diesmal nicht am Main entlang, sondern rund um den Schwanberg bei Iphofen. Die Wanderstrecke wurde von uns Auszubildenden ausgesucht, während für die thematische Gestaltung Pater Ludger Wolfert und Pater Bernd Wagner zuständig waren.

Auf der 16km langen Wegstrecke durch Weinberge und Waldstücke waren an markanten Wegpunkten wie Kirchen, Weggabelungen oder Aussichtspunkten fünf Stationen eingeplant. Der roten Faden des Einkehrtages folgte dabei der Passion Christi, wie sie im Markusevangelium erzählt wird. An jeder der fünf Stationen wurde ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgelesen, dem sich ein kurzer Meditationstext anschloss. Jeder Text schloss mit einigen Fragen, die eine Verbindung zwischen den im Evangelium geschilderten Ereignissen und unserem eigenen Leben herstellten. Bevor wir uns dann auf den Weg zur nächsten Station machten, gab es jeweils eine Zeit der Stille, in der wir Gelegenheit hatten, über das Gehörte nachzudenken. Die Strecke zwischen den einzelnen Stationen konnte dann entsprechend der eigenen momentanen Bedürfnisse zurück gelegt werden. Mal in Stille oder auch im Gespräch. Mal alleine, mal in der Gruppe oder auch nur zu zweit. Nach 16 langen, aber auch kurzweiligen Kilometern voller Spaß und Ernsthaftigkeit, Stille und Gesprächen, Gebet und Gesang,   Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit sowie last but not least Kuchen und Kaffee,  ging es wieder zurück nach Würzburg, Den Abschluss des Einkehrtages bildete dann ein gemeinsamer Gottesdienst in der Hauskapelle der ABK, bei dem die Gedanken und Anregungen aus dem gemeinsamem Einkehrtag noch einmal wiederholt und aufgegriffen wurden.

Glücklicherweise gab weder Blasen noch Muskelkater zu beklagen, so dass wir wohl auch im kommenden Jahr wieder einen Wandereinkehrtag halten werden. Das wäre dann der dritte Wandereinkehrtag in Folge, womit wir dann eine neue Tradition in der Ausbildungskommunität begründen würden.